Wall of Fame

An der Seite des Olympia-Stadions sind alle Olympiasieger von 1972 aufgelistet. Um die Tafeln gab es 1973 einen Skandal.

An der Ostseite des Olympiastdions, zwischen Halle und See – da wo heute der der kleine Biergarten ist – befindet sich die „Wall of Fame“. Das ist ein dreistufiger Bereich, in dem alle Goldmedaillengewinner von 1972 auf Tafeln verewigt sind. Leider ist der Kontrast der Edelmetallplatten nicht besonders gut, daher fällt einem das im Vorbeigehen kaum auf.

Wer genau hinsieht findet Mark Spitz insgesamt sieben Mal.

Und natürlich sind Ulrike Meyfahrt (Hochsprung) und Heidemarie Rosendahl (Weitsprung) dort auch zu finden.

Weitgehend unbekannt dürfte die Tatsache sein, dass das nicht die Original-Tafeln sind. Nach den Spielen 1972 wurden keine Edelmetallplatten angebracht, sondern welche aus Kunststoff. Diese sahen nach kürzester Zeit unansehnlich aus, waren teilweise verwittert und zerbrochen. Die BILD-Zeitung vom 06.06.1973 machte daraus gleich einen „nacholympischen Skandal“.

Doch der Skandal währte nicht lange. Bereits am 20.06.1973 konnte berichtet werden, dass die Ehrentafeln nun aus rostfreiem novonox-AS182-Edelstahl gefertigt werden. Der geplante Termin zum Anbringen wurde jedoch um eine Wocher verschoben. Der kuriose Grund: IOC Chef Brundage bat um Terminverschiebung, da er just am geplanten Tag heiratete.

Auf einem Vergleich mit den aktuellen Fotos oben und dem Bild aus dem Artikel kann man vermuten, dass die Schrift auf den Tafeln anfangs einen deutlich besseren Kontrast bot, als heute.

Author: tosch

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