Die Fackel

Das Olympische Feuer wurde die 5.532km vom griechischen Olympia nach München nicht auf einer brennenden Fackel überbracht, sondern auf etwa 6.000 Stück.

Am 28.Juli 1972 wurde in einem Hain im griechischen Olympia mit Hilfe eines Hohlspiegel das olympische Feuer durch Frauen in antiken, griechischen Kleidern entzündet. Hier eines der seltene Fotos davon, das sich auf einer Postkarte befindet. Erster Fackelträger war Yiannis Kirkilessis, dem diese Ehre auch für das Feuer der Winterspiele 1972 in Sapporo zu Teil wurde.

Bevor Günter Zahn am 26.August 1972 das Olympische Feuer im Münchner Olympiastadion entzündete, wurde es von 6.200 Läufern von Olympia nach München getragen. Die Strecke ging über Athen, Thessaloniki, Istanbul, Warna, Bukarest, Timisoara, Belgrad, Budapest, Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck und Garmisch-Partenkirchen.

Jeder Läufer bekam dabei eine eigene Fackel und lief ein kleines Teilstück, oft nur ein paar hundert Meter. Brennstoff war Flüssiggas, genauer gesagt: 24 Prozent Propan und 76 Prozent Butan, enthalten in einer Aluminiumkartusche. Die Brenndauer einer solchen Kartusche beträgt nur etwa 15 bis 22 Minuten. Die Fackel und die T-Shirts durften die Läufer:innen behalten. Das ist der Grund, warum es heute relativ viele davon zu kaufen gibt. Viele bei kleinanzeigen.de oder bei eBay. Die Preise liegen meist zwischen 1.500€ und 2.500€.

Hersteller der Fackel war die Firma Krupp in Essen. Die Fackel besteht aus Edelstahl mit Gravur am Griff „München 1972“ und Olympische Ringe auf der einen und „Spiele der XX. Olympiade“ auf der anderen Seite. Das Symbol der Olympischen Spiele 1972, die „Spirale“ ist auf den grossen Teller geätzt. Höhe 72 cm. Durchmesser des großen Tellers 21,5 cm

Griff XX. Olympiade
Griff München 1972
Schaft (Flamme)
Teller mit Spirale
Verschlusskappe (Gaskartusche)
Fackel

Author: TS

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