Gedenkorte

Am 5. September 1972 wurde das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft durch palästinensische Terroristen verübt, bei dem insgesamt 11 Sportler und ein deutscher Polizist ihr Leben verloren. Die Olympischen Spiele wurden für einen Tag unterbrochen, dann aber durch die berühmten Worte des IOC Präsidenten Avery Brundage „The Games must go on!“ fortgesetzt.

Als Erinnerung an das Attentat gibt es im Olympiagelände drei Gedenkorte. An einer Tafel am südlichen Ausgang des U-Bahnhofes Olympiazentrum wird die Lage der Gedenkorte gezeigt.

Der erste Erinnerungsort ist das Haus in der Connollystrasse 31, in dem die Geiselnahme passiert ist. Davor befindet sich eine Marmortafel, in die u.a. die Namen der getöteten Sportler in hebräischer und lateinischer Schrift eingraviert sind.

Das Haus wurde nach den Olympischen Spielen der Max-Planck-Gesellschaft geschenkt, die es heute als Gästehaus benutzt.

Als weiteren Gedenkort gibt es den sogenannten Klagebalken vom deutschen Bildhauer Fritz König. Er befindet sich an der Brücke zwischen Olympiadorf und Olympiastadion und wurde am 27. September 1995 aufgestellt. Er enthält die Namen der getöteten israelischen Sportler in hebräischer Schrift und den Namen des getöteten deutschen Polizisten.

Der neueste Ort des Erinnerns wurde erst am 6. September 2017 im Beisein von einigen Anghörigen der Opfer, sowie dem deutschen Bundespäsidenten Frank-Walter Steinmeier und dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin offiziell eröffnet.

Es ist ein Medienpavillon und liegt am Lindenhügel, etwa 250 Meter südwestlich des U-Banhofes Olympiazentrum. Der Ort wurde gewählt, weil es von dort eine direkte Sichtachse zum Haus in der Connollystrasse gibt und die Besucher die Anwohner im Olympiadorf nicht stören.

In dem offenen Pavillon werden in einer Dauerschleife die wichtigsten Ereignisse der beiden Tage in Wort und Bild gezeigt. Das wissenschaftliche Konzept wurde von Werner Karg (Bayerische Landeszentrale für politische Bildung), Bernhard Purin (Jüdisches Museum München) und Jörg Skriebeleit (KZ Gedenkstätte Flossenbürg) erarbeitet.

Author: UB

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